Cyber-Angriff kostete mittelständisches Unternehmen über 550.000 Euro

Vor einiger Zeit stand ein mittelständisches Unternehmen mit rund 200 Mitarbeitern vor einer wichtigen Entscheidung: Rund 55.000 Euro in IT-Sicherheit investieren oder darauf verzichten. Die Investition erschien zunächst zu hoch. Erst ein späterer Cyber-Angriff machte deutlich, wie teuer diese Entscheidung tatsächlich wurde.

Der Hintergrund

Viele Unternehmen betrachten Cyber-Sicherheit noch immer als „reinen“ Kostenfaktor – besonders dann, wenn bisher noch kein Sicherheitsvorfall aufgetreten ist. Genau in dieser Situation stand auch ein deutsches Unternehmen mit rund 200 Mitarbeitern.


Vor einiger Zeit lag dem Unternehmen ein Angebot auf dem Tisch, seine Cyber-Sicherheit deutlich zu verbessern. Geplant war der Aufbau eines strukturierten Informationssicherheits-Managementsystems mit passender Software und klar definierten Sicherheitsprozessen. Zusätzlich sollte eine moderne Endpoint Detection & Response (EDR)-Lösung mit kontinuierlichem Monitoring implementiert werden, um Angriffe frühzeitig zu erkennen und schnell darauf reagieren zu können.

Das Angebot dafür betrug rund 55.000 Euro.

Da die Gefahr eines Cyber-Angriffs zu diesem Zeitpunkt noch abstrakt wirkte und es bislang keine konkreten Vorfälle gegeben hatte, entschied sich das Unternehmen gegen die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen.

Der Vorfall

Etwa ein bis zwei Jahre später kam es dann zum Ernstfall. Das Unternehmen wurde Ziel eines Cyber-Angriffs. Cyber-Kriminelle verschafften sich Zugriff auf Teile der IT-Infrastruktur und beeinträchtigten zentrale Systeme des Unternehmens.

Die Folgen waren gravierend: Wichtige Anwendungen funktionierten nicht mehr, Daten waren teilweise nicht erreichbar und zahlreiche Arbeitsplätze konnten nicht mehr wie gewohnt genutzt werden.

Für ein Unternehmen dieser Größe hatte dies unmittelbare Auswirkungen auf den gesamten Geschäftsbetrieb. Mitarbeiter konnten ihre Aufgaben teilweise nicht mehr ausführen. Der operative Betrieb kam für mehrere Tage nahezu vollständig zum Erliegen.

In solchen Situationen zählt jede Stunde, denn mit jedem weiteren Tag steigen die wirtschaftlichen Schäden.

Untersuchung und Fehlerbehebung

Nach dem Angriff mussten externe IT-Forensik- und Sicherheitsexperten hinzugezogen werden, um die Ursache des Angriffs zu analysieren und die Systeme wiederherzustellen.
Zu den wichtigsten Maßnahmen gehörten unter anderem:

  • Analyse der kompromittierten Systeme
  • Untersuchung der Angriffsspuren durch IT-Forensik
  • Wiederherstellung der betroffenen Daten und Systeme
  • Absicherung der IT-Infrastruktur gegen weitere Angriffe

Diese Maßnahmen sind nicht nur technisch komplex, sondern auch zeit- und kostenintensiv. Besonders kritisch: Während der Analyse und Wiederherstellung konnte der Geschäftsbetrieb nur sehr eingeschränkt bzw. gar nicht fortgeführt werden.

Schwere Auswirkungen

Am Ende beliefen sich die Gesamtkosten des Vorfalls auf rund 550.000 Euro. Diese Summe setzte sich aus mehreren Faktoren zusammen:

  • Kosten für IT-Forensik und Incident Response
  • Wiederherstellung der IT-Systeme
  • Datenrekonstruktion
  • notwendige Investitionen in die IT-Infrastruktur

Nicht enthalten sind dabei die wirtschaftlichen Folgeschäden durch den Stillstand des Geschäftsbetriebs. Gerade bei Unternehmen dieser Größe entstehen pro Tag schnell 100.000 bis 150.000 Euro Umsatzverlust, wenn Produktion und zentrale Abläufe nicht funktionieren!

Die tatsächlichen Gesamtkosten des Vorfalls lagen damit deutlich höher.

Die ursprünglich angebotene Sicherheitslösung für rund 55.000 Euro wäre damit nicht „ersetzt“ gewesen. Diese Investition musste im Nachgang zusätzlich erfolgen, um zukünftige Angriffe zu verhindern. Das bedeutet: Die 55.000 Euro wären so oder so angefallen – im Ernstfall jedoch zusätzlich zu den Kosten des Angriffs. Im Ergebnis zahlte das Unternehmen nicht nur ein Vielfaches für die Bewältigung des Angriffs, sondern musste die ursprünglich vermiedene Investition am Ende dennoch tätigen.

Der Weg in eine sichere Zukunft

Cyber-Kriminelle suchen gezielt nach Unternehmen mit unzureichenden Sicherheitsmaßnahmen – und davon sind KMU nicht ausgeschlossen! Ganz im Gegenteil: Angreifer suchen sogar oft genau nach kleineren Betrieben, da sie mit wenig Schutz rechnen und der Angriff für sie somit leichter möglich ist. Einzelne Schwachstellen reichen schon aus, um Zugriff auf Systeme und Daten zu erhalten.

Ein wirksames Sicherheitskonzept kombiniert strukturierte Prozesse mit kontinuierlicher Überwachung. Entscheidend ist dabei, dass Unternehmen auf erfahrene externe Partner setzen, anstatt zu versuchen, komplexe Sicherheitsstrukturen selbst aufzubauen. Dazu gehören unter anderem:

  • ein Informations-Sicherheits-Managementsystem
  • kontinuierliches Security-Monitoring
  • klar definierte Sicherheitsprozesse
  • schnelle Reaktionsmechanismen bei Sicherheitsvorfällen

Unternehmen, die frühzeitig in Cyber-Sicherheit investieren, reduzieren nicht nur ihr Risiko für Angriffe, sondern schützen auch ihre Geschäftsprozesse und Unternehmensdaten.

Ihr richtiger Partner in Sachen IT-Sicherheit

GRTNR.IT ist ein Managed-Security-Service-Provider (MSSP). Wir unterstützen Unternehmen dabei, ihre IT-Infrastruktur wirksam gegen Cyber-Angriffe zu schützen.
Zu den Leistungen gehören unter anderem:

  • frühzeitige Erkennung von Cyber-Angriffen
  • schnelle und gezielte Reaktion im Ernstfall
  • kontinuierliches Monitoring Ihrer IT-Systeme
  • Aufbau und Weiterentwicklung von Informations-Sicherheits-Managementsystemen

Weitere Informationen zu den Leistungen von GRTNR.IT erhalten Sie hier.

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